Unsere feucht fröhliche Bootsfahrt

Nun ja, wo fange ich am Besten an? Nachdem wir am Samstag (gestern) mein geliebtes Koh Phi Phi verlassen haben, sind wir nach der Überfahrt mit der Fähre und einem kleinen Ausflug mit dem Minibus ausversehen über Patong (also einem kleinen Umweg) nach Phuket Town in unserem Hotel Phuket Merlin angekommen. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem kleinen Stadtbummel durch die Altstadt und einem guten Essen im Kopitiam, ein Geheimtipp vom Helmut dem Asienbummler. Ein Schwabe der nach Vietnam ausgewandert ist und sein Rentnerdasein mit Reisen nach Thailand, Burma,  Singapur…. verbringt und eben den Longbeach auf Kho Phi Phi genauso liebt wie ich.

Am Abend suchten wir ein Reisebüro auf und ließen uns ein paar Vorschläge für einen schönen Sonntagsausflug machen. Zur Wahl standen, Schnorcheltrip nach Rachaisland, Bootsfahrt nach Prang Nga ( James Bond Felsen) und ein Safarieausflug mit Elefantenritt. Nach einer entspannenden Fuß- und Handreflexzonen Massage entschied Daniel sich für de Bootsfahrt mit Big Longtailboot, Kanufahren, Monkey Cave, Lunch im Schwimmenden Fischerdorf. Gute Wahl, das wird nicht langweilig. Zum Abend haben wir uns dann nochmal gute Thaiküche gegönnt.

Der Bootsausflug am Sonntag

Es ging pünktlich 8:45 Uhr los und ein Minibus holte uns vom Hotel ab. Nach dem Einsammeln der anderen Ausflügler führen wir relativ lange mit dem Minibus zum Hafen um auf die großen Longtailboote zu wechseln. Ich weiß nicht, ob es daran lag, das wir sehr spät dran waren aber es ging ziemlich hektisch zu. Unser Drillinstructor (so haben wir unseren Ausflugsleiter genannt) drückte uns einen Erkennungsaufkleber auf die Brust und schrie die ganze Zeit, um alle seine Schäfchen ins richtige Boot mit Schwimmweste zu bekommen. Ich gebe zu 60 Touris (alle anders sprachig) zu koordinieren ist nicht einfach und wir waren ja auch nicht die einzige Reisegruppe. Na jedenfalls saßen schließlich alle im Boot, immer vier nebeneinander und schon ging es los. Da das Wetter zwar schön mit Sonnenschein aber sehr windig ist, gab es etwas Seegang und wir wurden ordentlich nass. Wir wollten eigentlich nicht noch mal baden gehen aber wir nahmen es mit einer ordentlichen Portion Humor, während wir tropfend und klatschnass die gemütliche Bootsfahrt durch eine tolle Landschaft und Mangroven genossen ;).

Als erstes gab es einen kleinen Abstecher mit dem Kanu, immer zwei in einem Boot und ein Paddler, sehr angenehm sich mal ein wenig übers Meer schippern zu lassen. Danach ging es gleich mit einer weiteren Fahrt im Lontailboot weiter. Dieses Mal haben wir uns weiter nach hinten gesetzt, sind aber trotzdem wieder klatschnass geworden. Nächster Stop „Bond Island“ hier wurde „The Man with the golden Gun“ gedreht und seitdem ein Muss für alle Bondfans und Thailandreisende. Der James Bond Felsen ist wie immer sehr schön anzusehen und wenn man die vielen Touris aus dem Bild gephotoshopt hat, werden es bestimmt auch wieder tolle Fotos. Dieses Mal konnte ich allerdings schon ein paar Bilder ohne Touris im Bild schießen und hatte blauen Himmel.  Weiß auch nicht wie das passieren konnte. Na ja nach 40 min gings auch schon weiter, die meisten hatten mittlerweile so viel Respekt vor unserem Drillinstructor, dass sie schon weit vor der Zeit wieder am Boot waren. Ein Touri warf den Begriff Bootcamp ins Boot und hatte damit irgendwie ins Schwarze getroffen, denn die meisten lachten. Nun es gab auch ein paar die es nicht witzig fanden aber wenn ich ehrlich bin, sind es genau solche Erinnerungen, die einem noch lange nach dem Urlaub ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und es ist auch schön wie sich völlig fremde Menschen, egal welche Nationalität oder Religion als Gruppe fühlen können. Ach wenn doch alles so einfach wäre, dann ja dann hätten wir Weltfrieden. Unser Lunch war recht lecker aber Daniel, der alte Colajunkie, musste sich ein Liter Cola mit den anderen 6 Männern am Tisch teilen. Am achter Tisch war ich die einzige Dame und bin auch als nicht Fleischesser gut satt geworden. Letzte Fahrt mit dem Boot und jetzt saßen wir ganz hinten, da ging es mit dem Spritzwasser. So kamen wir einigermaßen trocken wieder an Land. Nun stand noch der Monkeycave auf dem Programm und die Affen lieferten sich einen richtig ausgewachsenen Fight, um was, weiß ich leider nicht aber es war laut und kein Affe wollte vor Schreck noch eine Banane. Jetzt sind wir auf der Heimfahrt und freuen uns schon auf eine Dusche und ein gutes Abendessen. Morgen geht es wieder nach Bangkok.

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Anja

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