Abenteuer

Eigentlich wollte ich ja nur ein bisschen Abenteuer. Der Tag begann zunächst recht entspannt mit etwas Zeit zum Relaxen und Schreiben. Die erste Hürde pünktlich am Flughafen zu sein haben wir mit Bravur genommen (der Rest war dann nicht mehr so einfach). Gleich durchgecheckt bis Siemreap, d.h. in Bangkok nur kurz aussteigen und wieder einsteigen. Es fing im Flughafen Bangkok an. Keine Ahnung wie oft wir durch irgendwelche Sicherheitschecks mussten (inkl. Schuhe ausziehen) und das obwohl wir im Transitbereich waren, also schon gut in Chiang Mai durchleuchtet wurden. Wer weiß, was schon wieder los ist. Die Richtung zum neuen Gate (nach Siemreap) wurde auch nur grob angezeigt und dann hieß es einfach nur laufen, ganz weit laufen und immer noch laufen. Auf keiner der Anzeigetafeln fanden wir unseren Flug wieder und so wirkten wir etwas verloren auf dem riesigen Flughafen. Nur dem Zufall zu verdanken blitzte an einer der Tafeln unsere Flugnummer auf, war aber gleich wieder weg. Mit etwas Geduld fanden wir schließlich heraus, dass es für unseren Flug mehrere Flugnummern gab, je nachdem mit welcher Airline, man den Flug gebucht hat. Als wir schlussendlich unser Gate gefunden hatten, wieder nach langem Laufen, sehr langem laufen, gewissermaßen am anderen Ende, standen wir vor verschlossenen Türen. Ist ja nur in 10 min Boarding, also kein Grund zur PANIKKKKKK!!!!

Besonders viele Reisen gab es hier auch nicht, einzig und allein, die elektronische Anzeige wies auf unseren Flug hin. Nachdem wir die ein oder anderen panischen Touristen beobachteten, die ähnlich wie wir nicht so richtig wussten woran sie sind, wurde doch endlich die Tür geöffnet und ungefähr 30 Reisende freuten sich über die Erlösung. Auch hier wieder eine Kontrolle der Passagiere und schon mal die Formulare für die Einreise nach Kambodscha. Zum Ausfüllen des Visaanträge, der Ein- und Ausreiseunterlagen und der Zollunterlagen brauchten alle Reisende eigentlich die gesamte Boarding- und Flugzeit (ca. 1,25 Stunden) mit kurzer Snackpause während des Fluges. Wenn ich mal zusammenrechne, musste ich für mich 4mal meinen Namen, Vorname, Passnummer, Passdaten, Adresse, Beruf, Flugnummer Hin- und Rückreise, woher und wohin, Hotelname und Anschrift angeben, daneben noch Emailadresse, Einreisegrund, wie lange, ach was weiß ich noch alles.

Nun ja, die Landung ging recht zügig von statten und nach einem kurzen Spaziergang über das Rollfeld, standen wir vor der Einreisebehörde. Gott sei Dank waren wir ja schon gut vorbereitet und so reichten wir die Pässe alle Formulare und je 30 Dollar über die Theke. Na hoffentlich sehen wir alles wieder, denn wir mussten weitergehen um erst ganz weit hinten hoffentlich unseren Pass und das Visum wiederzubekommen. Daniel legt wert auf die folgende Beschreibung des Szenarios.

Die acht Pokerspieler.

Genau genommen saßen die Beamten in einer Reihe (könnten tatsächlich acht gewesen sein) und jeder schaute sich mal die vorbeikommenden Pässe an. Schön in Uniform mit Schirmmütze und strengem Gesicht. Wir sahen unsere Pässe lieblos von einem zum nächsten fliegen. Am Ende hatten wir sie inkl. Visum wieder. Die nächste Station war dann für mich ein sehr unfreundlicher Beamter (ich glaube der konnte nur grunzen, nicht sprechen) der meinen Pass, mein Visum und mein Ein- und Ausreiseformular kontrollierte. Nach dieser Station nahmen wir unseren Koffer in Empfang und überreichten das letzte Formular mit Zollangaben den Beamten am Ausgang. Was für ein Abenteuer aber es sollte noch weiter gehen.

Als nächstes brauchten wir ja noch ein Tuk Tuk zum Hotel und da lag schon wieder der Hase im Pfeffer, den Namen des Hotels gab es zweimal – in der Stadt und außerhalb. Unser Fahrer entschied sich nach etwas Jammern für das etwas außerhalb gelegene Hotel. Beim Spaziergang zum Tuk Tuk versuchte er uns noch ein paar Aufträge zum Fahren zu verkaufen, die wir aber erst einmal abgelehnt haben. Hatte ich schon erwähnt, das es hier so richtig schwühlheiß ist? Da beschlägt doch alles. Die Fahrt im offenen Tuk Tuk kam da genau richtig. Wenn da nicht das viele Viehzeugs in der Luft schwirren würde. Mund, Augen zu und durch, was die rasante Fahrweise betraf. Unser Hotel ist Gott sei Dank eine kleine Oase und nach dem Begrüßungsritual ging es auch gleich in unser Zimmer. Abenteuer vorbei? Mit nichten 😉

Über verschlungene Wege im Dunkel, vorbei an Pool und Pflanzen brachte man uns ins Zimmer, der Weg zurück war zunächst nur geraten und als wir endlich die Lobby wiederfanden, ließen wir uns einen Plan der Anlage geben. Sowas habe ich auch noch nicht erlebt und dabei war ich bei den Pfadfindern eine der Besten. Nachdem ich jetzt diesen Eintrag poste, suchen wir uns etwas zu Essen.

Bis demnächst, Daniel und Anja

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Anja

1 Comment

Marion

Da habt ihr ja viel Stress gehabt. Hoffentlich seid ihr geimpft gegen Malaria bei den vielen Mücken. Liebe Grüße aus der Heimat

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