Hackedicht durch Singapur

Ja Singapur und ich, dass ist schwierig. Bei der Einreise hat man mich schon wieder zur Extrakontrolle rausgezogen und auch direkt beim Durchleuchten meines Koffers etwas gefunden. 2 große Elefantenzähne – helle Aufregung – Panik und ich so: What? Also wieder Koffer auf und auspacken, wenn ich sackig bin, bin ich auch total kooperativ. Jede Schlübber einzeln, nur um dann den Aha-Effekt zu haben – siehe da – zwei Schnorchel gefunden. Voll der Elefantenzahn-Fake. Ich bin ja auch die Erste, die aus Thailand mit Schnorchelausrüstung einreist. Das war doch nur Schickane oder ne billige Ausrede, um ihre Kontrolle zu rechtfertigen – frei nach dem Motto: …und Du bist schuld, was packst Du auch zwei Schnorchel ein. Ich will aber mal nicht jammern, schnell war alles wieder gut. Ich durfte einpacken und der nächste arme Depp war dran. Vielleicht finden sie mit dieser Masche ja tatsächlich das ein oder andere verbotene Gut.

Unser Abholservice war auf jeden Fall sehr sehr freundlich und brachte uns super schnell ins Hotel auf der Orchard-Road. Da es schon 23 Uhr war, versuchten wir nach dem Einchecken noch schnell einen ATM (Geldautomat) zu finden (Geld soll ja das Reisen erleichtern) und konnten schon mal kurz die Singapurwelt schnuppern.

Nächster Tag – auf geht es zu Fuß. Wer nicht oben auf dem Fußweg gehen möchte kann einfach das Stockwerk wechseln. Man kann Singapur wahrscheinlich komplett unterirdisch erlaufen. Natürlich vorbei an allen großen Einzelhändlern. Gigantische Werbeflächen erhellen alles. Bloß gut, dass ich nicht kaufsüchtig bin, jedenfalls was Schmuck, Kosmetik, Klamotten und Gedöns betrifft. Wir bevorzugten aber zunächst die Oberwelt, wir wollten ja ein paar Fotos schießen. Überall wird schon das chinesische Neujahrsfest vorbereitet und es gibt tausende von Winkekatzen. Gegen Mittag waren wir gut und gerne 4 Stunden gelaufen und hatten etwas Hunger und Durst. Zufällig waren wir gerade auf Höhe des weltberühmten Raffles Hotel und so gönnten wir uns für 35 SGD (23,33 Euro) einen Original Singapur Sling – am Ort der Geburt sozusagen. Auf der Endrechnung standen also 2 Slings (á 35 SGD), 7% Steuern und Servicegebühr, insgesamt 87 SGD. Erdnüsse gab es (ha ha) kostenlos dazu und die Schalen müssen auf den Boden geworfen werden. Nobel geht Die Welt zugrunde. Der Drink hatte es aber ordentlich in sich, denn auf nüchternen Magen mit 32° C fühlten wir uns sehr – ich nenn es mal – angeheitert. Man war das lustig. Unsere Wege führten durch Little India, Chinatown und das Kolonialviertel. Am Abend waren wir echt fertig.

Heute haben wir das Hotel gewechselt und sind im riesigen Marina Bay Sands untergekommen und haben uns bestimmt schon dreimal verlaufen. Hier bekommt man beim Einchecken eine Stadtkarte (nur vom Hotelkomplex) dazu. Der riesige Infinitypool auf der Dachterrasse ist wirklich eine Augenweide. Leider lädt das Wetter nicht zu schönen Fotos ein, alles grau in grau; weil ziemlich trübe. Da bleibt nur auf morgen zu hoffen.

P.s.: wisst Ihr was es hier gibt? – klimatisierte Bushaltestellen (siehe Bild) und interessante Bezahlmöglichkeiten und Du kannst Dich zu tode shoppen.

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Anja

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